Auf der zweiten Etappe unserer Kappadokien-Streckenwanderung nieselt es ab und an. Das Gute an Regentagen ist jedoch, dass man alle Sehenswürdigkeiten ganz für sich allein hat. Unsere Highlights des heutigen, einsamen Wandertags sind die beiden wunderschönen Schluchten/Täler (Vadisi), die wir durchqueren.
Gleich zu Beginn der ersten Schlucht, der Gomeda Vadisi, erwartet uns bereits die erste Höhlenkirche. Dann steigen wir in die spektakuläre Schlucht hinab, deren Felswände mit Wohnhöhlen einer ehemaligen unterirdischen Stadt gespickt sind. Schließlich erreichen wir die großen Felsmassive voller in den Tuffstein gehauener Taubenschläge. Der gewonnene Taubenmist diente den Bauern einst als Dünger für den Wein- und Gemüseanbau.





Wir biegen Richtung İbrahimpaşa ab. Ab dem Dorf geht es durch eine weitere Schlucht, die Balkan Vadisi. Ein besonderer Abstecher führt uns durch eine lange, dunkle Höhle zur Felsenkirche Balkan Deresi, die wie eine Ritterburg auf einem Hügel thront.




Unseren Mut müssen wir schließlich noch unter Beweis stellen, als uns am Ende der Schlucht ein Rudel großer, wilder Hunde bellend den Weg versperrt. Vorsorglich mit einem großen Stock und Steinen bewaffnet und langsam weitergehend, lassen sie uns schließlich passieren. So kommen wir schlussendlich im Ort Ortahisar an, dessen imposante Felsenburg sich schon von Weitem sichtbar erhebt. Vor Ort erwartet uns eine weitere kulinarische Spezialität: Kavurma – ein würziges, in eigenem Fett geschmortes Lammfleisch, serviert im Brot mit frischem Salat.




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