Wir besuchen die einzigartigen kappadokischen Tuffsteinlandschaften im Herzen der Türkei, die durch Vulkanausbrüche vor etwa 10 Millionen Jahren entstanden und durch Erosion verformt wurden. Dank der leichten Bearbeitbarkeit des Tuffsteins begannen die Menschen, zunächst einfache Löcher und später sehr komplexe Architekturen in das Gestein zu höhlen.
Unser Plan ist es die weitreichende Region mit leichtem Gepäck von Ortschaft zu Ortschaft zu Fuß zu durchqueren und uns so etappenweise zum Zentrum des historischen Nationalparks hin zu bewegen.
Anreise
Um nach Kayseri, unserem Ausgangspunkt der Reise zu gelangen, müssen wir in Istanbul umsteigen. Etwas frustrierend dabei ist, dass es dort kein Flughafen-Transit gibt, sondern wir müssen nochmal auschecken und bei einem anderen Terminal wieder einchecken. Gut, dass wir nur unsere vier Kilo Handgepäck dabei haben.
Wir heben am Flughafen noch einen Stapel Bargeld ab, ohne vorher zu wissen, dass wir es kaum brauchen werden, da man überall mit Karte zahlen kann.
Mit gerade mal 40 Lira (75 Cent) kommen wir vom Flughafen mit dem öffentlichen Bus bequem ins Zentrum von Kayseri. Die beleuchteten antiken Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt geben uns einen atmosphärischen ersten Eindruck, akustisch untermalt mit dem abendlichen Gebetsrufs des Muezzin aus dem Lautsprecher der Moschee.
Unsere tagesfüllende Anreise belohnen wir uns abends mit einem Çiğ Köfte Dürum. Çiğ Köfte sind würzige von Hand geformte Bulgur-Klößchen. Für den kalten vegetarische Imbiss wird die Bulgur-Masse direkt auf ein dünnes Fladenbrot gestrichen und mit Salat zu einem Dürum gefaltet. Für uns extrem lecker und bisher noch nicht bekannt.
Nicht weit von der Stadt entfernt, überragt der schneebedeckte Erciyes Dağı mit 3917 Meter Höhe unübersehbar den Horizont. Der mittlerweile erloschene Vulkan ist mitunter verantwortlich für die surrealen Felsformationen in der Region, die wir nun erkunden wollen.


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